MAPPING MY THOUGHTS
Reinhold Ponesch
- Vernissage
- Montag, 28. Mai 2018
- Ausstellung
- 29. Mai 2018 – 31. August 2018
„Die Kunst ist ein Mittel, die eigenen Gedanken zu transformieren“, betont Reinhold Ponesch. Im Mai widmet die HOLLEREI Galerie dem österreichischen Künstler eine ambitionierte Einzelausstellung.
Die zu sehenden Werke geben einen Einblick in die künstlerische Arbeit eines leidenschaftlich Getriebenen, der die Leinwand zu seinem kreativen Spielfeld auserkoren hat, um mit ausladender Geste eine bunte, laut schreiende, aber auch sensible und hintergründige Bildwelt zu erschaffen. Alle Kunstwerke sind 2017 in New York entstanden und das pulsierende Leben im „Big Apple“ scheint immer wieder durchzuklingen, in der ausdrucksstarken Zeichensprache ebenso wie in der Wahl der künstlerischen Medien – wobei die Grenzen zwischen Graffiti, Zeichnung, Malerei, Collage und Assemblage (z.B. diverse Stoffe) bewusst verschwimmen. Doch auch Bildfragmente wie die amerikanische Fahne oder ein gekritzeltes Profil von Donald Trump verweisen inhaltlich auf die amerikanische Gegenwart.
Stilistisch legt sich Ponesch nicht fest, in der Beschäftigung mit Farbe und Material entstehen abstrakte Farbräume und – in ihnen eingeschrieben – Körper, Gesichter und Gegenstände, skriptorale und ornamentale Zeichen. Rotzig und dicht, zart und transparent, unmittelbar und spontan: Poneschs Kunst ist eine intuitive Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Zeichen, Fläche und Raum, ein steter Dialog zwischen dicht gesetzten malerischen Schwüngen und grafischen Kontrapunkten, ein neugieriges Experimentieren mit einem Farbauftrag zwischen Expression und Kontemplation, ein lustvolles Spiel mit collagierenden Elementen. Sie ist aber immer auch eine emotionale Auseinandersetzung mit Gesellschaft, Mensch und dem künstlerischen Ich.
Text: Günther Oberhollenzer, Kurator Landesgalerie NÖ