Telling Stories, Tracing Fragments
Gruppenausstellung
- Vernissage
- Montag, 14. März 2016
- Ausstellung
- 15. März 2016 – 29. April 2016
Die Ausstellung „Telling Stories, Tracing Fragments“ zeigt figurative Arbeiten von drei Künstlern, die sich in den Medien Druck, Zeichnung und Malerei auf unterschiedliche Weise dem Thema Figuration nähern, es nutzen und erweitern. Die visuellen Fragmente der dadurch entstehenden Werke können als offene, mehrdeutige Narrationen interpretiert werden. Die Ausstellenden stehen an unterschiedlichen Positionen ihrer Karriere - es handelt sich sowohl um Studierende als auch, mit Nazim Ünal Yilmaz, um einen Künstler mit bereits zwei abgeschlossenen Akademie-Diplomen, und einer beeindruckenden Ausstellungsgeschichte.
Christian Rothwangl schafft virtuose Portraits in unterschiedlichen Abstraktionsgraden, behält in seinem Werk im Allgemeinen aber eine gewisse Nähe zu Stilleben, frei-assoziativen Gesten oder malerischen Flächen, die auf unterschiedliche Weise das Abbild verarbeiten. Dadurch behalten die Werke einen träumerisch-realen Tagebuchcharakter, wie er vielleicht nur abseits von Textlichem entstehen kann. Die Werke balancieren die Offenheit des Gestischen, und scheinen, ähnlich der Arbeit eines klassischen Bildhauers, die Figuration bzw. das Abbild daraus herauszukonkretisieren.
Felix Theile agiert in Zeichnung und Druckgrafik, um durch u.a. monochromatische Flächen unterschiedliche Situationensgefüge aus Personen und Orten zu kreieren. Er bietet Narrationen an die durch ihre visuelle Offenheit zu zeitweise traumhaften Projektionsflächen werden, dabei aber Rückbezüge zu Alltagsrealitäten behalten; man könnte ihn als grafisch denkenden Erzähler verstehen.
Nazim Ünal Yilmaz verarbeitet gesellschaftspolitische Themen, für die er kanonisierte kunstgeschichtliche Motive mit einer über die Jahre entwickelten persönlichen Symbolik verbindet und überlagert; Abbildungen von Stufen oder Uhren können dabei etwa für Fortschritt oder Entwicklung stehen, blonde Haare oder Make-Up für Transvestitismus, etc. Die somit stark aufgeladenen Werke sind durch auffallende Farblichkeiten gekennzeichnet, und wechseln (bei Beibehaltung der unter Entwicklung stehenden Symbolik) ihre Sujets durchgehend.